Lösungen, Anwendungs-Modernisierung

Arbeitsplatz-Modernisierung wird zum Top-Thema

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Die Modernisierung der ITK-Arbeitsplätze hat sich zu einem Top-Thema auf der ITK-Agenda der meisten Unternehmen entwickelt. Dies ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Pierre Audoin Consultants (PAC)/Berlecon-Studie "UCC-Strategien 2012".

Während sich in der Vergangenheit viele Investitionen auf das Backend konzentrierten, rückt laut PAC die Modernisierung der Frontends immer stärker in den Fokus. Ein beherrschendes Thema ist dabei die Verbesserung der Zusammenarbeit: Acht von zehn ITK-Verantwortlichen ordnen ihr eine hohe Relevanz in ihrer ITK-Strategie zu. "Collaboration" bleibt damit der Top-Treiber im UCC-Markt (Unified Communications & Collaboration). Die Studienergebnisse zu Technologieeinsatz und Investitionsplänen im UCC-Umfeld bestätigen dies. 

Wachstum bei Web- und Video Conferencing

Insbesondere bei Echtzeit-Kommunikationsanwendungen wie Audio-, Video- und Web-Conferencing registriert PAC ein deutliches Wachstum. Jedes zweite Unternehmen nutzt heute bereits Web-Konferenzen und in mehr als 40 Prozent wird per Video-Chat kommuniziert – deutlich mehr als noch vor zwei Jahren. Und die Investitionsbereitschaft bleibt hoch: 35 Prozent der Firmen wollen in den kommenden zwei Jahren in eine Erweiterung bestehender Web- und Videokonferenzlösungen oder in deren Neuinstallation investieren.

Eine dynamische Entwicklung zeigt sich auch bei den Endgeräten: Enterprise Mobility ist hier das beherrschende Thema. Mobile Endgeräte sind fester Bestandteil des Unternehmensalltags: Nahezu jedes Unternehmen setzt heute Smartphones ein, knapp 30 Prozent haben sogar einen Großteil der Mitarbeiter damit ausgestattet. Fast jedes zweite Unternehmen setzt bereits Tablet-PCs ein und knapp 20 Prozent der Unternehmen wollen in den nächsten zwei Jahren erstmals Tablet-PCs anschaffen.  

Hoher Bedarf an UCC-Lösungen, Anwender müssen strategisch vorgehen

"Diese Resultate sprechen für einen erheblichen Bedarf an UCC-Lösungen, um trotz der zunehmenden Vielfalt an Anwendungen und Endgeräten eine hohe Effizienz bei der Zusammenarbeit zu gewährleisten und die Usability für die Endanwender zu verbessern", erläutert Dr. Andreas Stiehler, Principal Analyst beim Marktanalyse- und Beratungsunternehmen PAC. Allerdings werden Investitionen in neue Anwendungen von den meisten Unternehmen immer noch ad hoc entschieden und nicht langfristig strategisch geplant. 

So ist es laut Stiehler nicht verwunderlich, dass UCC-Lösungen bislang nur von etwa 12 Prozent der ITK-Anwenderunternehmen vollständig umgesetzt wurden. Zwar haben mehr als 60 Prozent der Unternehmen mit der Umsetzung von UCC-Lösungen begonnen, doch in den meisten Fällen wurden diese bislang nur teilweise oder als Teststellung realisiert. 

Stiehler fordert: "Die Unternehmen müssen Kommunikation und Zusammenarbeit strategisch angehen. Ansonsten steigt das Risiko neuer Insellösungen. Mit einem Anwendungs- und Gerätezoo ist der Zusammenarbeit nicht gedient. Er sorgt letztlich für einen hohen Administrationsaufwand und frustrierte Anwender."

Anbieter müssen nachbessern: Einfache, gut integrierbare Lösungen und hohe Sprachqualität sind gefordert 

Stiehler sieht aber auch die Anbieter in der Pflicht: "Unsere Studienresultate zeigen deutlich, dass die meisten Unternehmen mit einfach zu implementierenden Lösungen starten wollen, die konkrete Bedürfnisse adressieren und ‚Quick Wins’ versprechen. Auch die Integrationsfähigkeit der Lösungen – sowohl in die bestehende Infrastruktur als auch mit Drittlösungen – steht ganz oben im Anforderungskatalog. Darüber hinaus sind hohe Sprachqualität und gute Akustik absolute K.O.-Kriterien bei der Auswahl der Lösungen. Die Anbieter müssen hier nachbessern, um UCC zum Fliegen zu bringen."

Die Studie unterstreicht einen großen Bedarf an externer Unterstützung bei der Definition der UCC-Strategie bis hin zur Planung und Umsetzung von Change-Management-Maßnahmen. "Die Anwender brauchen Lösungspartner, die Prozesse verstehen und echte Umsetzungskompetenz mitbringen – keine Reseller", bringt es Stiehler auf den Punkt. Der Vertrieb muss in der Lage sein, sich in Businessprozesse hineinzudenken und kompetenter Ansprechpartner für die IT sein. "Investitionen in UCC-Lösungen werden heute von den Fachbereichen, der Geschäftsführung und IT-Verantwortlichen initiiert. TK-Verantwortliche sprechen bei der Umsetzung zwar mit, spielen aber als Initiatoren von UCC-Projekten keine Rolle." 

Social Media werden zum Treiber

Anwender und Anbieter von UCC-Lösungen sollten sich laut Stiehler auch verstärkt mit Social Media auseinandersetzen. Dieses Thema ist längst nicht mehr nur für die Konsumenten relevant: "Die Digital Natives von einst, sind die Young Professionals von heute. E-Mail ist für diese Generation schlicht ‚out’. Kommunikation über soziale Netzwerke wird auch im Berufsleben vorausgesetzt und entsprechende Kanäle müssen zur Verfügung gestellt werden." Die Relevanz von Social Media – auch dies zeigen die Studienresultate – ist allerdings bei den meisten ITK-Verantwortlichen noch nicht angekommen. Hier ist noch erhebliche Aufklärungsarbeit zu leisten.

Die Studie "UCC-Strategien 2012 richtet sich an ITK- und Businessentscheider in deutschen Unternehmen. Für sie wurden 150 ITK-Verantwortliche aus Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern in Deutschland befragt. Die Erstellung und Verbreitung der Studie wurde finanziell unterstützt von Plantronics GmbH, Swyx Solutions AG, Aastra Deutschland GmbH, Damovo Deutschland GmbH & Co. KG, Telekom Deutschland GmbH, MCA GmbH, und T-Systems International GmbH.

 

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