Das vieldiskutierte Cloud Computing scheint die Antwort auf alles zu sein – von der Kostenreduktion bis hin zu mehr Agilität. Wie sieht die Realität aus, und warum sollte sich ein CIO auf die Cloud konzentrieren – und vor allem: auf welche Cloud? Ich habe im CloudSource-Blog eine Serie rund um die Business-Aspekte der Cloud veröffentlicht und möchte Ihnen daraus einige Highlights präsentieren.
Fangen wir mit dem Business an. Mit welchen Megatrends sehen sich Unternehmen konfrontiert? Ich unterteile sie üblicherweise in fünf Kategorien:
Das Business versucht also agiler und reaktionsfähiger zu werden, was im gegenwärtigen volatilen Marktumfeld besonders wichtig ist. Um das zu erreichen, sollten Unternehmen ihren Markt, ihre Kunden, ihren Wettbewerb und ihre Partner etc. besser verstehen. Und natürlich müssen sie das zu geringen Kosten erreichen und dabei so viel Kapital wie möglich freisetzen. Der CIO ist daher mit der Notwendigkeit konfrontiert, schneller denn je auf sich wandelnde Anforderungen zu reagieren und dazu eine zunehmend flexible Infrastruktur bereitzustellen. Und genau hier kommt die Cloud zum Tragen: Sie liefert die erforderliche Infrastruktur zu geringeren Kosten – möglicherweise in einem OPEX-Funding-Modus.
Der Rückzug der Baby-Boomer in den kommenden fünf Jahren wird sowohl das Business als auch die IT-ler mit neuen IT-versierten Arbeitskräften konfrontieren, die andere Kommunikations- und Collaboration-Tools erwarten. Nachdem ich den Eintrag in dem CloudSource-Blog geschrieben hatte, stieß ich auf eine interessante Studie, in der darauf hingewiesen wurde, dass das Internet möglicherweise die Art und Weise verändert, wie das Gehirn junger Leute funktioniert. Ich möchte hier nicht diskutieren, ob das gut oder schlecht ist, sondern lediglich darauf hinweisen, dass die neue Business-Generation bereits heute andere Werkzeuge erwartet - und dass sich das noch verstärken wird. Die IT tut gut daran, sich darauf vorzubereiten und damit zu beginnen, dem Business das zu liefern, was es braucht.
Im Ergebnis muss der CIO seine Rolle auf ganz andere Weise betrachten. Ich nenne den neuen Ansatz „Strategischer Service-Broker“ - in anderen Worten: Der CIO ist verantwortlich, Services aus verschiedenen Quellen zu beziehen und dem Business sehr schnell zur Verfügung zu stellen. Dafür benötigt er mehrere Dinge:
Die Cloud wird bleiben – sie mag in Zukunft anders genannt werden, aber das fundamentale Konzept, Services in flexiblen Umgebungen entweder des Unternehmens oder eines Dienstleisters zu betreiben, ist ein Fakt. Es ist eine Chance für das Business, auf die sich wandelnden Bedürfnisse ihrer Kunden schneller zu reagieren. Die IT hat die Wahl, das Business entweder mit der Flexibilität und Agilität zu versorgen, die sie brauchen, oder zum Dinosaurier zu mutieren, der Legacy-Systeme betreibt und an dem die meisten neuen Anforderungen vorbeigehen. Letzteres Szenario lässt eine Frage unbeantwortet: Wer ist verantwortlich für die Gesamtsicherheit und Compliance des Unternehmens? Aber das ist wieder eine ganz andere Baustelle.